Es ist ein Experiment geschehen, wir wissen nicht wann und wo. Es ist ein Zustand erreicht. Es gab keinen Unfall. Das Paradies ist hier und jetzt. In einer Zeit, in der Schnellebigkeit zur zentralen Qualität erhoben ist, entwickelt sich die Hektik zur langsamen Bewegung.

4 Künstler, die NO ACCIDENT IN PARADISE bilden, werden mit Hilfe des Über- und Unterwasser-Liquid Sound™ Systems in der Therme, visuelle Landschaften und Tonstrukturen in den Raum und Wasser streuen. Alles steht fast still, die Langsamkeit wird mittels elektronischer Ambientmusik wiederentdeckt. Sie breitet sich im Wasser durch Scapes, Bleeps, Cuts, Voices und Bässe aus. Das Soundkollektiv NO ACCIDENT IN PARADISE verschmelzt zu einer Jambient-Session und bindet abstrakte, abgerundete Soundpartituren in ihren 5-stündigen Liveact ein. Eine Art Live-Hörspiel, gekoppelt mit bewegten Bildern, die sich zu organischen Landschaften aufbauen. Das Experiment kann beginnen, die Genesis der Langsamkeit sendet Signale aus – Ihr geht auf Empfang!


* die künstler
[Micro:form] - (electronics) Das Ambient Live-Projekt wurde von Stachy 2006 iniziiert. [micro:form] hat sich mitterweile verselbstständigt und bewegt sich auf klanglichen Abwegen, die man als „Ambience“ oder zu deutsch „Raumatmung“ nennen könnte. Vom Minimalismus bis in die absolute Beatlosigkeit, von Musique Concreté zum modernem Electronica ist der Weg, den [micro:form] zurücklegt – die Sets sind Liveperformances. DJ Set am Laptop verschmilzt mit dem Live-Set, das Musikalische wird nicht in Form einer hintereinander abgespielten Playlist präsentiert, es artet sich Hier und Da zu einem wahren Hörspiel aus und wird durch Visuals von Robert Seidel ergänzt. Ein besonderes Merkmal von [micro:form] ist, dass ganz bewusst auf Veröffentlichungen jeglicher Art verzichtet wird – jede Performance ist in sich einzig und nicht reproduzierbar.

Inannia - (bleeps & samples) Die Entdeckung neuartiger Soundflächen und Bleeps im Einklang mit dem brummenden Rauschen der Bassline. Inannia ist der Ambientmusik schon über 15 Jahren treu verwurzelt und präsentiert in seinem Kosmos verschiedenste Tracks bestehend aus verfremdeten Klangmelodien – arrangiert zu einer elektronischen Mixkapsel aus Soundschnipseln und zahlreichen Tonträgern.

Al-Agba alias Albrecht Ziepert - (keys) Der Pianist, Dozent der Universität Erfurt und Musiker der Band Pentatones, wird an diesem Abend die Session musikalisch begleiten. Nachdem er zuletzt für die Inszenierung MONOkultur am Deutschen Nationaltheater Weimar eine Komposition für das MONOrochestra schrieb und dirigierte, wird er diesmal selber seine Hände über Tasten und Regler von elektronischen Klangerzeugern gleiten lassen. Ausgestattet mit Synthesizern nimmt er die Klangideen von [micro:form] und Inannia auf, und ergänzt sie.

Robert Seidel – (visuals) Der aus Jena stammende Künstler versucht in seinen mehrfach ausgezeichneten Kurzfilmen und Installationen die Grenzen von organischer Schönheit und Emotionen mit visuellen oder wissenschaftlichen Technologien auszuloten. Seit kurzem erweiterte er seine filmische Arbeit auf die architektonische Leinwand und verwandelte beispielsweise ein Naturkundemuseum in eine „atmende Kreatur“. In seinen visuellen Live-Performances erschafft er „lebende Gemälde“, die den Schwebezustand von nicht verarbeiteter Wahrnehmung, sowie ständiger Überschreibung von Erinnerungen festhalten…

* live mitschnitt
No Accident in Paradise (2 hrs) »

* nützliche webseiten
Stachys Moonblogger Blog »
No Accident in Paradise Myspace »

[micro:form] alias Stachy »
Inannia »
Al-agba »
Robert Seidel »
Konzept Liquid Sound »
Toskana Therme »

* infomaterial
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Danke nochmal an alle für die schönen Stunden!

What is Ambient? Sommer, frische Luft, Wolken und Wiesen. Unbeobachtet krabbelt ein Käfer im Dickicht der Wiese – leuchtend Grün und Schwarz. Klänge ertönen kurz vor Dämmerung in Jena-Paradies. Da steht ein kleines Haus aus Glas, ganz still in der Mitte dieses Paradieses. Man hört nur ein Zwitschern der Maschinen und ein weitangelegter Geräuschteppich des Käfers breitet sich aus.

Ambient als Form einer Musik transportiert weder Inhalte noch Informationen, sondern das Leben selbst. Das Glashaus verwandelt sich am Abend des 16.08.2008 in ein Soundsystem elektronischer Art. Kommet, höret und staunet – schaltet ab, tanzt und entspannt euch. 4 Künstler versuchen durch Klänge, Töne, Bleeps, Cuts, Bass, bewegten Bildern „live und in Farbe“ eine relaxte Atmosphäre inmitten des Paradieses zu zaubern – NO ACCIDENT IN PARADISE. Die Künstler stellen ihre Musik vor, verschmelzen zu einer Jambient-Session und binden zudem vorher aufgenommene Sprachfetzen von jungen Leuten aus Jena in ihre Liveacts ein. Bis tief und weit in die Nacht steht eine kleine Bar mit kleinen Überraschungen bereit und Liegewiesen ohne verbrauchte Melodien für Millionen warten auf euch.

 
* live mitschnitt
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